Freitag, 23. Dezember 2016

Zeit

Ich werde in letzter Zeit öfter gefragt, von verschiedensten Seiten, was ich mir für Weihnachten und fürs neue Jahr wünsche.

Ich wünsche mir nichts, was man mit Geld kaufen kann. 

Ich wünsche mir Zeit.

Zeit für mich, einfach so, für meine Bedürfnisse, für meine Gesundheit.

Zeit, die ich mit niemandem teilen muss.

Zeit, deren Dauer ich selbst bestimmen kann. 
Nicht schon vorher sagen müssen: "dann bin ich wieder zurück." Oder mich aufraffen müssen, heimzukehren, weil ich denke, das muss jetzt sein, es ist Zeit.", sondern dass ich einfach selbst irgendwann sagen kann: "So jetzt ist es genug. Jetzt bin ich satt."

Zeit, in der ich einfach meine Seele baumeln lassen kann. 

Zeit, mit wohltuender Gewissheit, dass da niemand irgendwo erwartet, dass ich mich zwischendurch mal melde, sondern in der ich sicher sein kann, dass mir wirklich jeder gönnt, dass ich mir diese nehme.

Zeit für die ich keine Rechenschaft und Erklärungen ablegen muss. Auch nicht Tage oder Wochen oder Monate später. 

Zeit, in der mir Selbstverantwortung zugetraut wird und Vertrauen entgegen gebracht wird, und ich mir keine Gedanken machen muss, dass vielleicht doch noch was geklärt werden muss. 

Einfach Zeit, die mir ohne Wenn und Aber zugestanden wird.

Purer Luxus scheinbar. 

Auch nicht möglich, da ich ja auch Mutter bin. Ich kann ja nicht einfach mal weg à la  "nach mir die Sintflut"

Aber träumen kann ich davon...oder? 
Hat auch schon was entspannendes. ..








Mittwoch, 31. August 2016

Es tut halt ab und an immer wieder weh...

Alte Narben, neue Wunden, Geister aus der Vergangenheit, neue Messer, die nicht aufhören wollen, oder können, mein Herz in Fetzen zu reißen...

Salz, das in frische Wunden rieselt, und ich kann nur eins sagen...

Es tut wieder weh
..

Alt neu..egal... Heute tut einfach alles...wieder weh... 

Manchmal will ich einfach nicht mehr stark sein müssen.
Manchmal darf man sich doch auch einfach mal diesem Schmerz hingeben und den Tränen freien Lauf lassen, oder?
Die Individuen verfluchen, die meine Seele, die ich ihnen im tiefsten Vertrauen schenkte, nicht verdient hatten.

Die sich nicht würdig erwiesen...

Das heißt nicht, dass man seine Entscheidungen bereut. Auch wenn man durch diese Entscheidungen sich selbst das Herz erst recht spaltet und es blutet wie verrückt. Aber zumindest ist dann dieser Spalt ein sauberer glatter, der heilen kann. Und Tränen sind das heilende Elixier, das Balsam, das die Heilung voranbringt.

Es ist wieder so viel geschehen, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen und wo ich aufhören soll, zu erzählen.

Also erzähl ich nichts :)

Nur soviel dazu: mir geht es dennoch gut.

Ich bereue keine meiner Entscheidungen der letzten zwei Jahre.

Ich weiß, dass sie richtig waren.

Aber manchmal merke ich, wie sehr meine Seele noch leidet unter den erlebten Dingen, die mich zu diesen Entscheidungen führten.

Und dann höre ich wieder solche Lieder

https://youtu.be/CqEHWJUFu1Y