Sonntag, 31. Mai 2015

Was nu...

Eine kleine Abstimmung in Facebook hat ergeben, dass die Wahl zwischen diesen Blog löschen (was mein erster Impuls war, nachdem ich sah, dass auch er seinen gelöscht hat) und hier meine vielen Fantasien in Geschichten zu packen, eindeutig auf letzteres fallen sollte.

Allerdings werde ich wohl einen ganz neuen machen, weil dieser erinnert mich einfach zu sehr an ihn und es war im Grunde seine Idee, dass ich Tagebuch schreibe.


Die endgültige Entscheidung gegen ihn, auch wenn es mir zusätzlich das Herz brach, hat mir im Grunde diesmal meine Tochter abgenommen.
Sie hat wohl mehr mitbekommen, und mehr verstanden, als mir lieb ist und hat auch unter meinen Gefühls-Abstürzen gelitten, wenn zwischen ihm und mir mal wieder Zoff war, wenn er mich wegstieß und es nicht mal merkte oder ich unter der Gesamtsituation litt unter der wir lebten.

Letztendlich hat sie von mir gefordert, dass ich den Kontakt zu ihm komplett abbreche.
So cool und total nett sie ihn bisher fand, ist ihre Meinung über ihn stark gesunken und machte einer Wut Platz, die sich keine halbe Stunde vor dem allerletzten Gespräch mit ihm entlud. Und wie!

Ihm ist nichts wichtiger als seine Firma.
Nun..für mich gibt es nichts wichtigeres als meine Tochter.
Sein Verhalten tat indirekt auch ihr weh, ohne dass sie wusste, was es war.

So gab es nur eine Entscheidung: Gegen ihn. Es hat lang genug gedauert, dass ich nicht merkte, dass sie so sehr unter meinem Kampf um ihn litt.

Schlimm genug, dass ich das erst jetzt bemerkt habe.

Ich fühl mich dabei echt mies...
Was ich dann tun konnte, habe ich getan. Sie wollte, dass ich ihn am Handy aus allen Kontaktmöglichkeiten lösche. Handynummer, Email-Adressen, Threema, Skype, FB (und sie wusste genau, dass ich ihn auch in meinem RL-Account in der FL hatte)  Sogar die Dropbox, die ich nur wegen meinen kleinen geschäftlichen Aufträgen von ihm, installiert hatte, musste ich löschen. Ich bin wirklich erstaunt, wie genau bescheid sie eigentlich wusste. Danach ging es ihr besser.

Und mir irgendwie auch...











Freitag, 29. Mai 2015

Das Ende...

Vorbei Schluss Aus.
Keine Basis mehr.
Kein Kontakt mehr. 
Endgültig. 
Kein Zurück. 
Zu oft verletzt. 
Er hat seine Fehler, die alles zerstörten, eingesehen. 
Auch, dass es keine Fürsprecher mehr für ihn gibt. 

Ich bin dankbar für die Erkenntnis, wie tief ich empfinden kann. Aber eben auch dass ich noch viel vorsichtiger damit umgehen muss, wem ich diese Tiefe schenke. 
Wenn dies überhaupt noch möglich ist. Denn im Moment glaube ich nicht, dass ich je wieder jemandem das alles möglich machen könnte, das alles zulassen könnte, was bei ihm ging, denn es gab eine Zeit, da hab ich blind vertraut, weil ich hoffen durfte und mich absolut sicher fühlte. 


Und jetzt fließen die Tränen, die 10 Tage lang nicht geflossen sind. 

Samstag, 23. Mai 2015

Liebe braucht eine Basis

Eine Basis, die Zuversicht schenkt. Und Geborgenheit. Und den Glauben, die Sicherheit, dass man wirklich in die gleiche Richtung sieht. 

Für mich bedeutet das, dass ich den Weg nicht weitergehen kann, wenn das Ziel gar nicht zu sehen ist. Mein Ziel war, ist und wird immer sein, dass ich mit einem dominanten Mann glücklich werde. 
Mit ihm zusammenlebe. Der mein Kind auch akzeptiert. Der mich stolz an seiner Seite präsentiert, als die Frau, die er liebt. 
Der mich so führt, wie wir es beide brauchen, dass ich seine Führung aber auch verstehe. Und nicht rätseln muss, was er denn jetzt von mir überhaupt will. 
Der es genießt, dass ich durchaus freigiebig bin damit, dass er nicht 100% ig treu sein muss, wenn sich ne einmalige Sache ergibt, aber der weiß, dass ich höchst empfindlich und verletzt reagiere, wenn ich dafür auf ihn, auf seine Zeit verzichten muss und mir deshalb nie das Gefühl gibt, dass irgendwer anders wichtiger oder höherwertig ist als ich. 

Der mich wie eine Prinzessin fühlen lässt, mich genauso anbetet, wenn ich mich gut benehme, und mir beibringt, was mir dazu noch fehlt. Und wenn ich etwas falsch mache, was er mich schon gelehrt hat, mir dann die nötige "Nachschulung" zukommen lässt und mich bestraft, wenn ich es trotzdem wieder vermassle. 

Der mir aber keine Vergehen andichtet, sondern mir die Möglichkeit gibt, brav zu sein, wenn ich brav sein will. 
Der mich sprechen lässt, wenn ich was zu sagen habe, oder das Bedürfnis melde, über was bestimmtes zu reden, oder mir eben sagt, wann er dazu bereit ist. 
Einer der mich zu lesen vermag, der sieht, wann es Zeit ist, Dom zu sein, wann liebender Partner, weil in dem Moment bei mir einfach grade gar nichts geht, auch wenn der Dom in ihm grade zu gerne rausmöchte. 
Einer der mich so sein lässt, wie ich bin und nicht nur seine Vorlieben und Ideen umsetzt, sondern auch sich meine anhört und beides so umsetzt, dass wir beide was davon haben, nicht nur er. 
Und der sich verinnerlicht hat, dass man nicht nur nimmt, sondern auch gleichwertig gibt. 


Liest sich wahrscheinlich wie ein Sammelsurium eines Wunschzettels. 
Wenn man es genauer betrachtet allerdings, sind es ganz klare Vorstellungen einer Frau und Sub, die weiß, was sie braucht und was sie zu geben vermag und auch was ihre Fähigkeiten sind. 

In letzter Zeit habe ich beobachtet und wurde mir immer mehr und mehr bewusst, dass da was nicht rund läuft. 

Und ich gar nichts von dem bekomme, was ich dringend brauche, was ich mir erhoffe und was ich mir wünsche. Ich bin weitab davon entfernt, eine Wunschzettelsub zu sein, die erst Ruhe gibt, wenn Dom endlich das tut, was sie will. 

Ich bitte einmal darum und gehe davon aus, dass er, wenn er  gesagt hat, er würde sich dem annehmen, dass er es irgendwann durchführt. Aber wenn es dann soweit ist, und ich nicht mal erkenne, dass er das tut, weil er erstens nur von seiner Logik und seiner Auffassung ausgeht und zweitens nur nach seinem Kopfkino und das meine dazu nicht mal berücksichtigt oder geschweige dem sich die Mühe gemacht hat, es zu erfragen, dann gelsngt man an den Punkt, wo mal sich fragt, was man hiervon überhaupt hat. Ist das noch mein BDSM?

Und wenn die ganze Beziehung so aussieht, dass man sich fragt, was ist mit mir? 

Und man sich nach einer Nachricht, die er einem übermittelt, dann ganz deutlich wieder mal fragen muss, ob man eigentlich überhaupt das Ziel einer gemeinsamen Zukunft je hätte anvisieren dürfen. 

Fakt: 
Ganz zu anfang der Beziehung hiess es, er wartet nur noch auf ne gute Gelegenheit, um sich von seiner Nochlebensgefährtin zu trennen. 

Momentan hatte es aber eher den Anschein, dass er sich sogar eher wieder an sie annähert. Es läuft grade ganz gut, musste ich mir anhören. Und da kam noch etwas dazu, was mir jegliche Möglichkeit raubt, um ihn zu kämpfen, wenn es sich tatsächlich bewahrheitet. 

Und ich bin alles, aber kein Arschloch. 

Sollte sich das nicht bewahrheiten, brauche ich dennoch eine Basis, auf der ich aufbauen kann.

Und die sehe ich nicht. Sie ist weg. Nach all dem, was ich gehört habe, was mein Vertrauen völlig zerstört hat, sehe ich kein Ziel mehr, um das ich kämpfen kann. Denn die ewige Affaire zu bleiben, ist kein Ziel, das ich je verfolgen würde. 
Ich bin nicht Nummer 2. Ich dulde keine andere Frau. 
Ja, ich weiss, ich bin gerade diejenige, die seit 2 1/2 jahren einer anderen den Mann abspenstig macht. Aber ganz ohne Grund geht kein Mann wie er fremd. Bei ihm ist es sogar recht einfach: Bekommt er über eine längere Zeit nicht das was er braucht, und sträubt sich die Frau dazu noch, es ihm zu geben, ist er erst eingeschnappt und wenn weiter nichts passiert, dann holt er es sich woanders. Wenn sie sich richtig blöd anstellt, macht er Pläne mit der anderen. Mit mir. 

Blöd nur, wenn man soweit weg wohnt, dass man keine Chance hat, zu zeigen, was man noch so alles drauf hat. Dass man nicht nur die perfekte Sexgefährtin sondern auch die perfekte Lebensgefährtin sein kann. 

Ich kann diesen Plänen jetzt gerade keinen Glauben mehr schenken. Absolut gar nicht. 

Deshalb hab ich mich gestern von ihm getrennt. 
Was er natürlich nur schwer akzeptieren kann. Und schon gings auch mit weiteren Versprechungen los.
"Ich hol dich zurück, und zwar bald."



Ich brauch jetzt Abstand und Zeit. Viel Zeit. 


Wenn das Schicksal will, dass wir zusammen sind, führt es uns auch wieder zusammen. Und gibt mir meine Basis. 

Wenn nicht...nun.. Dann werden mir die letzten Jahre eine Lehre sein.