Donnerstag, 27. März 2014

Devotion ist ein Geschenk!

Irgendwie nett, wieder mal anhand von aktuellen Ereignissen in meinem Umfeld die Bestätigung zu bekommen, dass es nicht an der recht aufmüpfigen, provokanten Sub/Sklavin liegt, wenn ein Dom keine Devotion von ihr bekommt, sondern daran, dass er einfach keine Ahnung hat, wie er sie anpacken muss, sollte er auf Devotion wert legen. 


Ich hab das auch so oft zu hören bekommen, dass ich gar nicht richtig oder überhaupt nicht, oder nicht genug devot sei. 

Mein Herr allerding, hat mir gezeigt und das Selbstbewusstsein zurückgegeben, dass ich es eben doch bin. Und das nicht wenig! 


Wenn ein Top Potential in einer Bottom erkennt, dass sie Devotion in sich trägt, sich aber beim Herausbefördern dieser Devotion herausstellt, dass er gar nicht die "Gegenleistung" nämlich Geduld, Zeit und Aufmerksamkeit und auch die Verantwortung dafür aufbringen kann, hat sich so mancher schon als niederträchtiges Arschloch entlarvt. 


Nämlich, anstatt sein Unvermögen und die Überforderung zuzugeben, ihre Bedürfnisse zu stillen, die sie dabei entwickelt, dieses tiefe Gefühl von Hingabe zuzulassen, stossen sie die Bottom einfach von sich und lassen sie glauben, SIE hätte zu viel erwartet und würde zu viel verlangen. 


Devotion ist ein Geschenk, Leute, das nimmt man sich nicht einfach und lässt dann nicht die Bottom am langen Arm verhungern! 


Devotion geschenkt zu bekommen heisst Verantwortung! Denn sie übergibt damit ihre Seele und vertraut darauf, dass der Top damit sorgsam umgeht.


Also geht bitte damit verantwortungsvoll damit, denn wenn nicht, fühlt sich die Bottom als würde in ihr was sterben. Sie zerbricht daran.


Es war schmerzlich, und hat mich gleichzeitig vor Wut weinen lassen, als ich die letzten 24 Stunden las, wie diese bezaubernde Seele drohte zu zerbrechen. Denn es erinnerte mich an so viele Vorwürfe von so vielen Exkandidaten von mir an mich. Zum Glück gibts einen festen Zusammenhalt zwischen uns Mädels, und wir konnten sie auffangen. 


Ich kenne das Gefühl, wenn man so viel Schmerz in sich trägt wegen einem Schwachmaten-Dom, der mit ein paar Sätzen ihre Seele zerfetzte, dass man sich dann in die Hände eines anderen gibt, um sich diesen Schmerz quasi herausschlagen zu lassen. 


Seelischen Schmerz mit körperlichem Schmerz heilen lassen

Seelischen Schmerz mit körperlichen Schmerz löschen. 


Und dann stellt sich grade bei diesem anderen Dom, dem man sich anvertraut, heraus, dass der genau das bei ihr entdeckt... tiefe Devotion... die sicher immer in einem steckte. 


Oha? Was passierte da? 


Stümper könnten jetzt behaupten, dass das, was der vorherige ihr beibringen wollte, nun halt doch gefruchtet hat.


Falsch!

Devotion kann man nicht lernen. Sie steckt entweder in einem, oder nicht.


Sie steckte in mir.


Se steckte in ihr. 


Es braucht nur einen Menschen, der das erkennt und es zutage befördern kann, der mit Bottoms wie uns umgehen kann.


Danke mein Herr, dass du bist wie du bist!

Ich liebe Dich!



Samstag, 22. März 2014

Unsinnigkeiten

Jetzt muss ich das doch mal ansprechen: 

Ich finde es furchtbar, dass nachdem so viel über SoG abgelästert wird, sogar Mädels glauben, sich dafür entschuldigen zu müssen, dass das Buch ihnen gefallen und ihnen geholfen hat, zu ihren Sehnsüchten zu finden. 

Warum wird das so belächelt? 

ja, es hat viel typischen Weiber-Kitsch darin.
ja, es ist so typisch "reicher schöner Mann erobert ne junge unerfahrene sich selbst 08/15 einstufende Frau, Klischee Blabla.
Aber um ne breitere Masse anzusprechen, muss man eben so nen Weg gehen. (jetzt mal als Blog-Autorin gesprochen)

ja es ist etwas unglücklich übersetzt worden.

Aber, wenn man sich von all der Kritik nicht bremsen und beeinflussen lässt, kommt man auf folgendes: 
es erklärt so viel, wenn man hinter die Fassade schaut!

Dass man umeinander kämpfen sollte. 
Dass man einen zweiten Blick wagen sollte, auf Dinge, die einen erschrecken, und nicht gleich davonlaufen. (siehe Sandys Thema)
Dass Hingabe so tief gehn kann, dass man auf ein Handzeichen sogar einen Mordgedanken von jetzt auf gleich aufgeben, geradezu vergessen kann (ja, das kommt im Band 2, wenn ich mich recht erinnere, vor) 

Dass man aneinander wachsen kann, wenn man nur zuhört.

Dass man vertrauen sollte, auch wenn die Situation völlig gegen den anderen spricht.

Dass BDSM nicht krank ist, und die Leute eben nicht nur, weil sie krank sind, das ausleben, sondern es auch (Ana nämlich) auch einfach weils prickelnd ist und total geil sein kann, letztendlich geniessen kann. (Ende 3.Teil)

dass ein Safeword wichtig ist, nicht nur in einer Spielsituation und dass man deswegen nicht gleich angst haben muss, wenn man es benutzt ist alles aus. 

Dass Eifersucht respektiert werden muss, aber kein Freibrief ist. 

Dass ein Sklavenvertrag manchmal nicht ganz unsinnig ist, was steht da drin, wozu dient er, kann Sub da Einfluss drauf nehmen? 

usw. 

Das Schöne an den SoG-Büchern liegt, oh Wunder, im Detail. 

ganz ehrlich: ich hab schon schlechter geschriebene Bücher gelesen. 
die Geschichte der O zum Beispiel.. da musste ich ganze Passagen mehrfach lesen, weil's so abartig in Bezug auf Interpunktion war... brrr da sagt komischerweise niemand was drüber. 

Wie kommt das? 
Auf der einen Seite: Ein Buch, das reale Beziehungsproblematiken und reale Fakten über BDSM beinhaltet, spaltet die Nation so sehr, nur weils Klischees bedient.

Auf der anderen Seite ein völlig aus der Luft gegriffenes Buch, das die krasse Fantasie einer Autorin wiedergibt, zudem noch schlecht recherchiert ist, oder die Protagonistin O hat auch n gewaltiges Problem, nämlich krankhafte Hörigkeit, was aber keinem wirklich auffällt, und dessen Inhalte überhaupt genauso wie sie da stehen, vorher noch nie in der Art vorkamen, in der BDSM Szene, wird so oft als Vorbild für die Ausbildung zur perfekten Sklavin genutzt?? WTF?!? 

Und den Ring nehmen so viele als Massstab der Zugehörigkeit zu ihrem Dom?!? Ohne den zu bekommen sind viele unglücklich? Warum? Der Ring bedeutet: ich kann von jedem benutzt und bestraft werden. 
Das Halsband verkörpert die Zugehörigkeit zu einer Herrschaft. Oder lieg ich da falsch?!? 

Und die Spielsachen, wenn sie als SoG-Set gekauft werden, werden belächelt, wo sie doch aber bei fast jedem BSM-Paar in der Spielkiste gefunden würden? Ok, die Krawatte wahrscheinlich nicht...

WTF?!? 

Gedanken, die mir schon lange durch den Kopf gehn.

Donnerstag, 20. März 2014

Reise gaaaanz weit zurück in die Vergangenheit

Was man so alles beim Ausmisten findet... 





Das war mein erstes Reizwäscheset eingepackt in einer Schutzhülle und die dann in einem Säckchen aus Organza... ganz hinten unten in der Schublade für die Unterwäsche versteckt.

Dieses Set bekam ich damals mit 18 von meinem ersten Herrn geschenkt. Nie konnte ich mich davon trennen, wenn ich es auch noch so oft wieder entdeckte und es schon gar nicht mehr passte. (Allein schon meine Titten brauchen jetzt 2 Körbchen mehr :D )

Ich entdeckte es bei jedem mal, wenn ich mal wieder richtig Ordnung schaffte...und legte es, mit einem nostalgischen Seufzer und einem wehmütigen sehnsüchtigen Lächeln wieder zurück. 

20 Jahre lang. 

Bis heute.   

Ich nehm es wieder in die Hand, packe es aus. 
Ich berühre es sanft und denke "Meine Fresse sah ich darin geil aus" ...und dann denke ich..." das würde Herrchen trotzdem nicht gefallen, er wüsste, das war von einem anderen..." 

Und in dem Moment wo ich danach greife, um es in die Tüte zu werfen, für den ganzen alten Kram, der weggeworfen wird, halte ich inne, weil mich dieses sagenhafte Gefühl überkommt, wenn man merkt, man hat mit etwas abgeschlossen. Und ich bleibe stehn und lächle und hör mich sagen:

"Bye, du süsses pinkes Set... ich lasse jetzt los. Denn ich brauche nicht mehr zurück in die Vergangenheit träumen... ich lebe meine Träume wieder. "

Samstag, 15. März 2014

Munich Decadence

Bei Ankunft im Hotel, das er diesmal gebucht hat, traf mich, obwohl ich wusste, welches er gebucht hatte, fast der Schlag, bei dem was mich erwartete.
Ich bin so viel Service und so viel "Bequemlichkeit" nicht gewohnt. Ich kam am Eingang des Hotels an und schwankte zwischen erfreut grinsen und heftig aufstöhnen, als der Hotelpage mit seinem Zylinder mir anbot, meinen Koffer entgegenzunehmen und ihn mir in ein paar Minuten aufs Zimmer bringen zu lassen.

Beim Eintreten in unser "Zimmer" musste ich wieder kräftig aufstöhnen.
Er hatte davon gesprochen, dass er sein Budget dezent überlastet hatte. Jetzt wurde mir das Ausmaß dieser Überschreitung bewusst.
5 Sterne Hotel.... eine Junior Suite....ein Wellness und Spabereich im Hause, auf das Zimmer hatte er schon eine riesengroße heftig duftende Rose, einen Champagner, dessen Wert ich nicht kenne und jede Menge erlesene wirklich schmeckende Pralinen bestellt.





Ich war so geplättet, dass ich mich erstmal setzen musste. "Junge, dacht ich...entweder du hast wirklich vor, mich total einzuwickeln, oder du hast wirklich erkannt, wie scheiße es mir die letzte Zeit ging und dein Gewissen ist so verdammt schlecht, dass du dich so verausgaben willst für mich. Wahrscheinlich eine Mischung aus beiden, was du wohl wieder nicht zugeben wollen wirst"

Man merkt, ich war stark am zweifeln. Zweifeln, ob das überhaupt jetzt das richtige war, tatsächlich anzureisen. Zweifel, ob es gut war, sich dem auszusetzen, was auch immer er vorhat.

Nach etlichen Stunden, in denen ich schon wieder am Fluchen war, weil ich mich mal wieder über einen unfähigen Mitarbeiter meines Herrn aufregte, der vergessen hatte, ihm was mitzugeben, weswegen mein Herr fast die ganze Strecke zurück musste und dadurch gut 3 Stunden später schließlich endlich ankam.

Ich hatte nach seinem letzten Anruf, bei der er mir mitteilte, er würde im Stau stehen, schon ziemlich enttäuscht wieder meine Pumps ausgezogen. Ich wartete ja in voller Montur auf ihn. Egal was passieren würde, ich weiß eins, dass mein Körper letztendlich die richtigen Reaktionen zeigt, entsprechend dem, was ganz tief in mir drin ist. Ich hab mich also mit meinem neuen Kleid, meinen Halterlosen, meinem Unterkleid mit dem eingearbeiteten BH, ansonsten nichts drunter an, die Treppen hoch in den Schlafbereich unserer Maisonette-Suite verzogen und den Fernseher angeschalten, bevor ich mich wieder in irgendwas reinsteigere. Zwischendurch fragte ich, ob ich doch nochmal eine Rauchen dürfte, bis er ankommt. Jaja..das hatte ich meiner blöden frechen Klappe mal wieder zu verdanken, dass ich da extra nachfragen musste an dem Tag.






Warum ich überhaupt nachfragte, so wie die Lage war? Warum ich mich so zurechtgemacht hatte für ihn, seine Kleiderregeln beachtete, beachtete, was er bevorzugt, wie ich meine Haare trage, etc? Weil ich eben einfach so bin. Ich zeige gerne meinen Willen pro und geh nicht leichtfertig bewusst ins Contra. Das wird wohl auch nur verstehen, wer wahre Devotion versteht.

Ich muss eingenickt sein nach einer weiteren Zigarette und schließlich doch fast drei Gläsern Champagner, den er mir erlaubt hatte, zu öffnen.

Geweckt wurde ich durch eine Hand mit einen kräftigen Zug in meinem Haar und einer weiteren Hand zwischen meinen Beinen, die sich nicht zimperlich, aber auch nicht schmerzhaft und wie immer sehr gekonnt in meine intimste Stelle bohrte und meine Erregung, die ich heut nicht wirklich erwartet hatte, schoss innerhalb von Sekunden von 0 auf 100.

Ich dachte erst ich träume nur sehr heftig, dann aber spürte ich, das kann kein Traum sein, er ist da. Ich kämpfte gegen die Schwere des Schlafes und als ich meine Augen öffnete, er mich leidenschaftlich küsste und ihn ansah, verschlug mir sein Anblick die Sprache. Sein Blick war bestimmt, typisch Herr und doch sanft genug um seine Gefühle zu erahnen. In mir erwachte unbändige Sehnsucht nach ihm, ich war nicht fähig mich zu bremsen, zumindest kaum, das letzte bisschen Kraft bewahrte mich davor allzu dominant zu werden und ihn nicht einfach aufs Bett zu zerren.

Er grinste und ermahnte mich, wenn auch mit einem sehr belegten Ton, der kaum zu überhören war, und ihn ein wenig verriet, dass er sich auch kaum zurückhalten konnte. "Nicht so gierig sein, kleine Schlampe".

Scheiße..kalt erwischt, ging mir durch den Kopf, aber zu mehr war ich nicht fähig. Ich brachte nicht mal ein "willkommen mein Herr" über die Lippen. Ich glaube, ich sagte irgendwas wie "endlich bist du da".

Das "mein Herr" fiel mir eh schon seit Tagen viel zu schwer. Die Kränkung saß tief, aber dieses Verlangen, meine Liebe, meine Sehnsucht nach ihm sind stärker.
Er machte mich total verrückt, mein Schweigen, und er weiß genau, dass ich dann wirklich nichts von mir geben kann, veranlasste ihn letztlich dazu, mich an den Haaren vom Bett zu ziehen, mich zum Fußende zu bugsieren und schon fiel ich auf die Knie vor ihm. In diesem Moment war mir egal was war und was vielleicht kommen würde. Ich wollte einfach in diesem Moment da hin.

Er ließ mich einen Moment vor ihm knien, ehrlich gesagt, kann ich an dieser Stelle kaum noch wiedergeben, was er tat. Es war dieser kurze Moment, wo ich völlig abschalte und nur noch reagiere. Ich hörte ihn, wie er mich aufforderte, ihn richtig zu begrüßen, aber mein Mund blieb stumm. Nicht absichtlich, ich konnte nichts sagen. Ich wollte nur genießen, dass er da ist, dass ich mich endlich wieder in seinen Händen befinde.
Er zog mich hoch aufs Bett, schlug mir ein paar mal mit der Hand auf meinen Hintern und forderte mich weiter auf, ihn zu begrüßen. Immer noch war ich zu sehr "weg". 

Ich empfand einfach nur diese drei Dinge: unbändige Freude über das Wiedersehen, und dieser Schmerz in mir tief drin, der mich seit Wochen plagte und diese tiefe Hoffnung, dass sich alles jetzt eh klärt.

Und ich spürte seine Macht über mich. Meine Beine gingen auseinander, ganz automatisch. Er befahl mich übers Bett, abgestützt auf meinen Händen und empfing seine Hiebe. 

Da wurde mir wieder mal klar: Ich brauche eigentlich kein Halsband, mit dem ich ankomme bei ihm. Er hat so oder so diese Macht über mich. Es ist zwar ein wichtiges Ritual, das aber nicht gleich sofort stattfinden muss. Ich gehöre ihm, ganz natürlich, ohne Schnickschnack. Ich liebe mein Halsband und ich liebe es, wenn er es mir anlegt. Aber meine Hingabe ist davon nicht abhängig. Nicht mehr. Und dann riss mich der nächste Gedanke wieder zurück ins Bewusstsein: Grade jetzt? Wieso wird mir das grade jetzt bewusst?
Ein paar seiner Schläge und schließlich dass er in mich eindrang, schossen mich wieder komplett weg. Ich weiß nicht mal, ob ich gekommen bin, ich kann nicht sagen, ob ich drum gebettelt habe, ich hab keinen Plan.

Aber eins weiß ich:
Oh Gott, fühlte sich das gut an, ihn endlich wieder in mir zu spüren. Er nahm mich mit ein paar kraftvollen Stößen und entlud sich auf meinem Hintern, verschmierte alles schön genüsslich und als ich wieder auf den Boden zurückglitt..denn zum Stehen fehlte mir noch jegliche Kraft, hockte er sich vor mich und streichelte mir über das Gesicht, über mein Haar und umarmte mich zärtlich, bis ich wieder richtig da war und wieder sowohl bei vollem klaren Verstand und auch fähig war wieder zu stehen.

Dann machten wir uns, ich mit spermaverschmierten Hintern unterm Rock, ins Restaurant auf.

Unser Gespräch war da doch noch ein wenig unterkühlt, dafür was da oben einige Minuten vorher passiert war. Ich wollte nicht im Restaurant über meine Gefühle sprechen, weil ich nicht wusste, ob ich nicht entweder in Tränen ausbreche, oder nen Tobsuchtsanfall bekomme. Deshalb wollte ich dann doch erst später wieder auf dem Zimmer über diese persönlichen Dinge reden.
Ein paar Minuten später taute ich aber dennoch etwas auf. Er kann so ein Arsch sein, aber gleichzeitig so liebenswürdig und dann wieder so ein Scherzkeks, dass man gar nicht anders kann, als aufzutauen. Ich weiß nicht, ob er wirklich alles in meinem Blick so lesen konnte, wie ich empfand. Er schaute abwechselnd aufmunternd, bedröppelt, sich entschuldigend, dann doch wieder bestimmt und aber auch diesen verzückten verliebten Blick hatte er immer wieder. Er begann schließlich von seinen Problemen zu erzählen, von seinen Schwierigkeiten, Stress in der Familie, wo ich ihn allerdings bei einem Punkt einfach aufziehen musste. Denn dass er des öfteren auf Konventionen scheißt, hat er wohl eindeutig vererbt bekommen :D

Wir entschieden uns gegen ein Dessert, rauchten stattdessen noch eine Zigarette, verzogen uns ins "Wohnzimmer" unserer Suite und da war mir das erste Bedürfnis, ihm mein Halsband zu reichen. Ich fühlte mich immer wohler und sicherer aufgrund der nun doch vorsichtigen Art, wie er mich behandelte. 

Wir tranken noch etwas von dem Champagner, das war natürlich mein Job, ihm den zu servieren.
Ich reichte ihm immer wieder den Kelch, ließ ihn seine Mails checken, und genoss es, meinen Kopf auf seinen Schoss legen zu dürfen und mich an sein Bein kuscheln zu können. Er musste zwar noch etliche Mails beantworten, aber das störte mich nicht im Geringsten. Jegliche Zeit, die ich einfach nur zu seinen Füßen verbringen kann, sind es mir wert, da er mich dabei auch nicht ignoriert, mir immer wieder übers Haar streichelt, manchmal meinen Kopf als Stütze für sein Ipad benutzt, was mich schmunzeln lässt und sich etwas mit mir auch unterhält. 

Nach einer Weile beschloss er, dass wir nach oben gehen sollten, ich ihn seine wohlverdiente Massage gebe und wir dann schlafen gehen.

Aber es kam anders... :D

Der Weg nach oben führte erst drei Stufen hoch zu einem Absatz, der genau an der Glasfront des Raumes endete, danach führten weitere ca 15 Stufen nach links an der Wand entlang nach oben in den Schlafbereich. 




Er blieb unterhalb des ersten kleinen Treppenabsatzes stehen, während ich schon nach oben ging um mich bettfertig zu machen. Also ausziehen, Negligé überwerfen, ohne Unterwäsche, nur Halterlose drunter, das ist mein Outfit für die Nacht.

Wir sprachen noch relativ belanglos darüber, was wir oben bräuchten, ich schaute über das Geländer des Schlafbereichs nach unten und sah ihn da unten mit einem derben Grinsen nach draußen schauen. Die Aussicht durch diese Glasfront, jetzt im Dunkeln, war wirklich beachtlich. Man hatte einen tollen Blick über München. Ich ging die Treppen wieder nach unten, um mit ihm gemeinsam ein paar Getränke und den restlichen Champagner zu holen. Er stoppte mich an der Treppe. Ich wollte grade auf die Knie gehen, denn sein Blick war urplötzlich total verändert. Leise sagte ich: "ich bin fertig mein Herr." und schaut ihn demütig und voller Hingabe an und hoffte, wir könnten jetzt noch über die eigentlich mich wirklich quälenden Themen sprechen. Aber sein Blick bedeutete mir was anderes. "Ok..Planänderung jetzt kommt irgendwas" dachte ich aber dann.

Und ich lag nicht falsch:
"Geh mal da an auf den Treppenabsatz und fange an zu tanzen, Engelchen."
Es ist das eine, für ihn vor der Cam zu tanzen, ich hab meine Musik, kann mich bewegen, mehr oder weniger, wie ich es immer tue. Und ich bin eigentlich ne wirklich gute Tänzerin.

Aber es ist was anderes, wenn man dann eine Anweisung bekommt, genau an einer Glasfront steht, mit Höhenangst und tanzen soll, und das erstmal ohne Musik.

Ich trat also an die Glasfront und fing an mich sehr zaghaft zu bewegen.

Er begab sich hinter mich auf die Treppe und hauchte mir zu: "Tanz vor der Glasfront, sagt dir was, oder?"

Ich hatte es schon geahnt. "ja mein Herr, Tokyo Decadense"

Er strich mir von hintern über den Körper, zupfte an meinen, durch das Nachtkleidchen durchscheinenden Nippeln, küsste mir den Nacken, streichelt über meinen Rücken, drehte mich zu sich und küsste mich leidenschaftlich. Gott, wenn er mich küsst, bin ich total fällig. Es ist als würde ich zum Vampir, dem es nach dem Blut des Gegenübers dürstet. Nur dürstet es mich nach ihm, seinem Körper, ich werde schwach und hilflos und wie man so als Romantikerin sagt: ich hör die Himmelsglocken läuten.
Er drehte mich wieder in Richtung Glasfront und griff mir zwischen die Beine und gab mir nen Klaps auf den Hintern. Abwechselnd wiederholte er seine Taten, zwischen die Beine, Klaps...dann griff er mir einen Moment lang ins Haar und raunte mir zu: "Beweg dich, tanz für mich, schwing deinen Hintern für mich, kleine Schlampe" und ich stöhnte auf. Das war's, ich verlor mich wieder in dieser Szenerie, driftete ab. Es war wieder dieses seltsame, wie ferngesteuerte Gefühl. Ich höre alles, aber kann nur noch höchstens einsilbig antworten.

Er ging die Treppen hinauf, ich hörte ihn oben hantieren und spürte dass er mich von oben eine Weile beobachtete. Dann machte er etwas Musik über sein Handy an, kam wieder herunter, während ich weiterbewegen sollte.
Ich fühlte mich irgendwie langsam etwas unsicher, ich wusste nicht, ob ich meine Hände vom Glas nehmen darf, ich konnte mich nicht richtig abstützen an der Glasfront, oder am Rahmen der Fenster. Die Musik machte es mir schwer mich zu bewegen, so wie er es sehen wollte, *hüstel* es passte für mich irgendwie nicht so richtig, aber ich nahm es als Herausforderung an.

"Dreh dich um, Engel" hörte ich ihn irgendwann sagen und ich drehte mich langsam zu ihm, schaute ihn fragend an und da hielt er mir den Plug entgegen.

Ich bin zu devot und zu gefügig bei ihm um meinen eigentlichen Unmut dem Plug gegenüber irgendwie deutlich Luft zu machen. Aber ich mag das Ding irgendwie einfach nicht. Mich macht eher an dabei, dass er es sehen will, ich will ihm gefallen, seine Wünsche, wenn irgendwie möglich, erfüllen und wenn ich sehe, dass er zufrieden ist, bin ich es meistens auch. Deshalb führte ich mir dieses Ding ein und führte dann meinen Tanz zu seiner auserwählten Musik fort, bewegte und wackelte leicht meinen Hintern und nachdem er mich, auf der Treppe sitzend, dazu aufforderte, berührte ich mich selbst an Brüsten, fuhr mir durchs Haar, spielte an mir herum, bis er schließlich wieder nah bei mir war und meinen Oberkörper soweit herunterbeugte, dass ich mit den Händen den Boden berührte und mich abstützen musste. 

Denn nun drang er wieder in mich ein und nahm mich mit weiten tiefen Stößen während er auch hier immer wieder ein paar Hiebe auf meinem Hintern verteilte, am Plug rüttelte und drehte, bis ich selbst auch laut wurde. Er kam mit einem lauten Stöhnen, er gab meinen Körper frei und meine Beine erst mal nach, so dass ich erstmal wieder auf die Knie plumpste. Zärtlich nahm er mich wieder kurz in die Arme um mich dann nach oben zum Bett zu führen. Ich brauchte einen Moment um wieder zu mir zu kommen. 

Am liebsten wäre ich jetzt in seinem Arm eingeschlafen, doch hielt mich mein Bedürfnis mit ihm zu reden wach. Also schnappte ich mir nach einem scherzhaften "Meckern" von ihm, das von einem breiten Grinsen begleitet wurde und mich wieder zum Schmunzeln brachte, und nachdem ich den Plug entfernt hatte, im Badezimmer, das Öl und begann ihn zu massieren.

Solange ich ihn massierte redeten wir über alles. Ich erklärte ihm, wie ich mich die letzten Monate gefühlt hatte und was in mir vorging. Meine Angst ihn zu verlieren, wie verletzt ich war durch sein Verhalten und dass ich mir bis zum Vorabend noch überlegt hatte, ob ich überhaupt in den Zug steigen sollte und dabei kämpfte ich teilweise auch mit den Tränen, war aber doch auch zu stolz um ihnen freien Lauf zu geben.
Wir klärten so einiges, er beantwortete ohne Umschweife alle meine Fragen, die ich ihm stellte. Und auch wenn mir seine Antworten nicht immer so passten und auch schmerzten, tat mir dabei seine Ehrlichkeit und Offenheit gut.

Irgendwann legte er sich neben mich, nahm mich erst wieder in den Arm und als wir schließlich entschieden zu schlafen, legten wir uns zueinander gewandt ganz nah nebeneinander und er nahm meine Hand in seine. 

Muss ich erläutern, wie gut mir das tat, diesen festen und doch zärtlichen Griff zu spüren? Ich betrachtete im Dunkeln eine Weile die Umrisse seines Gesichtes, gab ihm nochmal einen liebevollen Gutenacht-Kuss und schloss für einen Moment meine Augen. Es brannte noch eine Frage in mir, aber ich hatte Angst vor der Antwort.
"Geht es Dir gut, mein Engel?"

"Ja mein Herr" (zögerlich)
"Sicher?"
"Soweit ja mein Herr"


Er sagte nichts, drückte nur meine Hand kurz und streichelte mit einem Finger über meine Hand.

Ich bekam für ein paar Augenblicke kein Wort heraus.
Dann platzte ich ganz leise heraus:
"Ich WILL dir vertrauen, mein Herr"
"Gibt es etwas, wo du mir nicht vertraust?"
"So meinte ich das nicht"
"Wie dann?"
"Ich vertraue Dir, habe aber Angst. Angst mich zu täuschen in Dir. Angst davor, dass ich einfach dumm bin dir zu vertrauen, naiv. Jeder anderen, die mir das hier erzählen würde, würd ich sagen, sie sei naiv."
"Es gibt keinen Grund, so von dir selbst zu denken."

Wieder drückte er meine Hand leicht und ich spürte, wie offen er in diesem Moment war für mich.
"Weißt du eigentlich, dass ich noch gehadert hatte, hier anzureisen?"

"Mhm, warum hast du dich dafür entschieden?"
"Ich wollte dich auf jeden Fall sehen, ich wollte wissen, ob ich mich noch hingeben kann"
"Was hättest du gemacht, wenn nicht? Wieder abgereist?"
"Ja, wahrscheinlich"

"Ich bin froh, dass du dich anders entschieden hast"

Wir schwiegen eine Weile. Ich staunte über diesen letzten Satz, denn sowas kommt von ihm nur in sehr seltenen Fällen. Dann küsste er mich nochmal, scheinbar sehr erleichtert, ich küsste seine Hand und so Händchen haltend schliefen wir schließlich ein.

 

Samstag, 1. März 2014

Liebe

Kennst Du es,

Er spricht Dich an, erwartet Antwort,
Du ringst um jedes Wort
Dir bleibt die Luft weg,
Zergehst innerlich nur wegen seiner Aufmerksamkeit
Nach der Du Dich so sehr sehnst.
Nicht Angst, sondern
Respekt nennt man es


Kennst Du es,

Deine Haut brennt, wenn ER dich anfasst.
Du sehnst dich danach,
Er streichelt Dich,
Oder packt fest zu
Und Du fühlst noch Ewigkeiten später die Wege,
Die seine Hand gegangen ist


Kennst Du es,

Du schlägst die Augen nieder, wenn ER dich anschaut
Sein Blick brennt auf Deiner Haut...in Deiner Seele
Du bekommst weiche Knie
Und deine Augen blicken automatisch zu Boden


Kennst Du es,

Dass Du nach mehr schreist, wenn ER Dich züchtigt
Jeder Hieb von Ihm sagt: ich liebe dich mein Engel…
Jeder Schrei von dir sagt: ich dich auch mein Herr.
Und er kann nicht ohne diese "Musik"
Und Du nicht, ohne sie für ihn zu spielen.


Kennst du es,

Du denkst Du erträgst es nicht, will er sich nicht mit Dir vereinen,
Jede Faser Deines Körper verlangt nach ihm
Und Du suchst nach Anzeichen seiner Begierde.
Und wenn er dich schließlich nimmt
Gibt es nichts schöneres für Dich auf dieser Welt,
als diese Vereinigung.


Kennst Du es,

Du fühlst dich als würdest du sterben, wenn ER nicht da ist
Du fühlst Dich einsam..
Verloren…irgendwie krank…nicht vollständig...
Jede Träne der Sehnsucht sagt:
Bitte lass mich nicht allein…


Kennst Du es,

Verlangen, Demut, Schmerz, Vertrauen, Geborgenheit, Gehorsam


Kennst Du es,

es nennt sich

Liebe